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KOMPINU - Kooperatives Kompetenzmanagement als Katalysator einer innovationsförderlichen Unternehmenskultur

KOMPINU - Kooperatives Kompetenzmanagement als Katalysator einer innovationsförderlichen Unternehmenskultur

01.02.2004 - 31.05.2007
Status
Abgeschlossen
Ausgangslage

Montagearbeit und Produktionstätigkeit wird hierzulande nur dann in größerem Maßstab überleben können, wenn es zu einer Optimierung des Arbeitskräfteeinsatzes kommt, sprich: wenn sich die Betriebe noch mehr als bisher für "Innovationen von unten" öffnen und zugleich ihren Mitarbeiter/-innen ermöglichen, sich die dazu nötigen Qualifikationen und Kompetenzen anzueignen. Es wird von entscheidender Bedeutung dabei sein, ob es den Betrieben gelingt, die aktuelle Marktanforderung einer maximalen Flexibilität in ein Konzept einer innovativen, humanzentrierten Unternehmenskultur einzubetten.

Projektziel

Ziel des Projektes KOMPINU war es, ein Modell zur Gestaltung einer innovationsförderlichen Unternehmenskultur zu entwickeln und zu erproben. Wesentliches Projektziel auf der betrieblichen Ebene war es, die Unternehmenskultur weiterzuentwickeln, um die Innovationsfähigkeit des Unternehmens zu steigern und für die Beschäftigten eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen (Qualität der Arbeit) zu erreichen.
Wichtige Merkmale des Projekts lagen darin, dass der Teilhabe von Beschäftigten in Form institutionalisierter Mitbestimmung und direkter Partizipation besondere Beachtung fand, wie auch der Schwerpunkt betrieblicher Gestaltungsprojekte in Segmenten mit hohem Anteil angelernter Mitarbeiter/-innen.

Projektgegenstand

Erreicht wurden diese Ziele und unternehmenskulturellen Wirkungen durch unterschiedliche Maßnahmen der betrieblichen Arbeitsgestaltung. Zentrale Gestaltungsfelder waren dabei:

  • Kompetenzentwicklung zur Förderung betrieblicher Innovationen, insbesondere in Arbeitsbereichen mit einem hohen Anteil angelernter Arbeitnehmer/-innen. Vorhandene Potenziale der Mitarbeiter/-innen werden in einem systematischen Prozess entwickelt, abgefordert und eingebracht. Personalentwicklungsprozesse werden ergänzt um Maßnahmen einer nachhaltigen Lernkultur, die Beteiligung fördert, Interesse an Neuem weckt und sowohl Resultat der Unternehmenskultur wie auch Einflussfaktor ist.
  • Eine Kooperationskultur zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat, die zu Formen arbeitspolitischer Kompromissbildung führt, die auf eine angemessene Kombination von Flexibilitätsanforderungen gegenüber dem Markt mit Arbeits- und Sicherheitsinteressen der Beschäftigten zielen. 
  • Die Entwicklung einer Arbeitsorganisation mit Anreizsystemen, die ein innovationsfreundliches Verhalten von Mitarbeiter/-innen fördert und deren Lernpotenziale kontinuierlich entwickelt. Eine innovations- und lernförderliche Arbeitsgestaltung liefert einen Beitrag zu einer Unternehmenskultur, die über eine Balance von Effizienz und Qualität der Arbeit Zukunftssicherung möglich macht.
  • Weiterentwicklung der Führungskompetenz: Unternehmenskultur kann nicht einfach dekretiert werden, sondern Führungskräfte sind gefordert ein Verständnis dafür entwickeln. Geht es um einen Wandel zu kooperativem und partizipativem Führungsstil, so bekommen Führungskräfte eine Schlüsselrolle. Sie setzen wesentliche Rahmenbedingungen für das Handeln ihrer Mitarbeiter/-innen und sind gleichzeitig zentrale Kulturträger wie auch Kulturgestalter.

 

Im Projektverlauf wurden vielfältige Gestaltungsinstrumente im Projektverbund entwickelt, erprobt und evaluiert. Nähere Informationen unter http://www.kompinu.de/projekte.html und in der Projektbroschüre "KULTUR gestalten! – Instrumente zur Gestaltung innovationsförderlicher Unternehmenskulturen". Zur Email Bestellung geht es HIER.

Auf Grundlage der Erkenntnisse aus den betrieblichen Gestaltungsprojekten sowie wissenschaftlicher Erkenntnisse wurde das KOMPINU-Modell zur Gestaltung innovationsförderlicher Unternehmenskulturen entwickelt. Die Publikationen können Sie als PDF-Datei unter KOMPINU_Publikationen hier ... ersehen.

Dabei ist immer auch zu beachten: Der Wandel von Unternehmenskultur ist nicht von heute auf morgen zu realisieren, sondern ist als ein langwieriger und permanenter Prozess zu begreifen.

Veranstaltungen
KOMPINU - Wege zu einer innovationsförderlichen Unternehmenskultur
Beteiligte

Das Projekt KOMPINU wurde durch einen Projektverbund bearbeitet, an dem drei Institute und drei Unternehmen beteiligt sind:

  • ffw GmbH Gesellschaft für Personal- und Organisationsentwicklung, Nürnberg
  • Institut für Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität, Jena/ Forschungsinstitut Arbeit, Bildung, Partizipation (FIAB e.V.), Bochum
  • Technologie- und Innovationsberatungsagentur in Bayern e.V. (TIBAY), München
  • Lti DRiVES GmbH (ehemals Fa. Lust GmbH), Lahnau
  • Endress+Hauser Wetzer GmbH & Co KG, Nesselwang
  • GMC-I Gossen Metrawatt GmbH, Nürnberg
Finanzierung

Das Projekt wurde gefördert aus Mitteln des bmbf (Bundesministerium für Bildung und Forschung) im Rahmen des Programms "innovative Arbeitsgestaltung". Projektträger – Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik e.V. (DLR).

Ansprechpartner
Ruth Holm
Telefon: 0911/462679-16
holm(a)ffw-nuernberg.de

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