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INDINA - Innovativer Dialog in der Branche – Erfolgreiche Wettbewerbsstrategien mit leistungsfähigen Belegschaften durch nachhaltigen Arbeits- und Gesundheitsschutz realisieren

INDINA - Innovativer Dialog in der Branche – Erfolgreiche Wettbewerbsstrategien mit leistungsfähigen Belegschaften durch nachhaltigen Arbeits- und Gesundheitsschutz realisieren

01.03.2008 - 30.04.2011
Status
Abgeschlossen
Ausgangslage

Die Gießereibranche in Deutschland gilt aufgrund von Produktionsrekorden und hoher Wachstumsdynamik als "hidden champion". In den letzten Jahren hat die Branche vielfältige Modernisierungsprozesse durchlaufen. Die Entwicklung neuer Werkstoffe und Konstruktionsprinzipien, ein hoher Automatisierungsgrad und die internationale Präsenz von Produkten und Dienstleistungen sind nur einige Beispiele dafür, wie sich die Branche dadurch differenziert hat. Aber sie steht auch zahlreichen Herausforderungen gegenüber, wie z.B. dass trotz der Hightech-Anforderungen der Fachkräftemangel durch das weiterhin bestehende Lowtech-Image der Branche verschärft wird. Gleichzeitig bedeutet das steigende Durchschnittsalter der Belegschaften vor dem Hintergrund der vorherrschenden Arbeitsbedingungen Handlungsbedarf. Zwar zeichnet sich die Gießereibranche - insbesondere im Bereich arbeitsgestalterischer Maßnahmen gegen Lärm, Hitze und Staub - durch ein hohes Niveau im Arbeits- und Gesundheitsschutz aus, jedoch sind teilweise die Arbeitsbedingungen nach wie vor mit starken körperlichen Belastungen verbunden und zunehmend werden von Management und Betriebsräten psychische Belastungen der Mitarbeiter/-innen thematisiert.

Projektziel

Gesunde, kompetente und motivierte Mitarbeiter/-innen sind die Voraussetzungen für den Erhalt und die Steigerung der betrieblichen Leistungs- und Innovationsfähigkeit! Die Entwicklung integrierter Gesundheitsmanagementsysteme im Projekt INDINA zielt daher auf die Förderung der Innovationsfähigkeit der Unternehmen und guter, gesundheits- und entwicklungsförderlicher Arbeit für die Beschäftigten.

Gelingen soll dies durch die beteiligungsorientierte Entwicklung einer betrieblichen Gesundheitskultur, die

  • auf Prävention setzt und bisherige Reparatur- und Kompensations-kulturen ablöst.
  • sowohl Verhältnis- wie Verhaltensprävention umfasst.
  • körperliche und psychische Belastungen im Blick hat.
  • entwicklungs- und gesundheitsförderliche Ressourcen identifiziert und stärkt.
  • einen angemessenen Mix aus Experten- und Beteiligungsorientierung befördert.
  • durch integrierte Managementsysteme in die Unternehmensstrategie eingebettet ist.
  • Fachleute für gemeinsames Handeln gewinnt und vernetzt.
Projektgegenstand

Die Arbeitsschwerpunkte des Projekts liegen auf den Ebenen Betrieb, Branche und Transfer:

Als Rahmen für die betrieblichen Gestaltungsprojekte dient das EFQM-Modell, in dem Kriterien für einen umfassenden und präventiv ausgerichteten Arbeits- und Gesundheitsschutz verankert werden, und auf dessen Befähiger-Kriterien sich die Gestaltungsprojekte beziehen. Dies kann u.a. bedeuten

  • Arbeitssysteme nachhaltig belastungsärmer und ressourcenreicher gestalten,
  • Betriebsräte für eine gesundheitsorientierte Strategieentwicklung qualifizieren,
  • Zusammenarbeit mit Krankenkassen und Berufsgenossenschaften fördern und verankern,
  • Programme zur demografiefesten Personalplanung und –entwicklung auflegen,
  • Leitbild "Gesundheits- und Leistungserhaltender Betrieb" entwickeln und implementieren,
  • Präventionsorientierte Führungskultur: Gesundheitsbewusstsein fördern und entwickeln,
  • Arbeitsinhalte anreichern, Handlungsspielräume und Entscheidungskompetenz geben, Mitarbeiter qualifizieren.


Auf der Branchenebene geht es darum, den Dialog in der Gießereibranche zum Arbeits- und Gesundheitsschutz zu intensivieren und als Vorbild für andere Branchen weiterzuentwickeln, indem

  • neue Veranstaltungsformen erprobt werden, die den Dialogcharakter stärken.
  • betriebsübergreifende Arbeitsgruppen initiiert werden.
  • die Erfahrungen aus den betrieblichen Projekten generalisiert und aufbereitet werden (Werkzeugkasten "Vorbildlicher Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Gießereibranche"). 

Transferwege über die Branche hinaus werden insofern eingeschlagen, als das Erkenntnisse und Vorgehensweisen aus dem Projekt INDINA

  • mit Partnerorganisationen gemeinsam verwertet und in deren Regelstrukturen integriert werden.
  • auf Messen und Kongressen (z.B. A+A 2009) vorgestellt werden.
  • in einschlägige Facharbeitskreise eingebracht werden.
  • in Fachpublikationen, Verbands- und Mitgliedszeitschriften veröffentlicht werden.
  • während des Projekts über die Internetplattform www.indina.de (noch in Arbeit) bereit gestellt werden. 
Zusatzinformationen

Besuchen Sie für nähere Informationen die Homepage www.indina.de
oder laden sich den Flyer INDINA HIER (ca. 1,5 MB) herunter ...

Beteiligte

Das Projekt INDINA wird durch einen Projektverbund bearbeitet. Beteiligt sind drei Unternehmen aus der Gießereibranche und ein EFQM-Referenzunternehmen sowie vier Beratungs- und Forschungsinstitute.

  • ArbeitsInnovation, München
  • ffw GmbH - Gesellschaft für Personal- und Organisationsentwicklung, Nürnberg
  • Gebr. Gienanth Eisenberg GmbH, Eisenberg
  • Georg Fischer GmbH & Co.KG, Mettmann
  • H-Faktor GmbH, Dortmund
  • Institut für Gießereitechnik gGmbH, Düsseldorf
  • Kemptener Eisengießerei Adam Hönig AG, Kempten
  • Roto Frank AG, Leinfelden-Echterdingen


Als Projektbeirat fungiert das IG Metall Zweigbüro Düsseldorf und das Institut für Gießereitechnik gGmbH.

Finanzierung

Das Projekt INDINA wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (bmbf) und mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert sowie durch den Projektträger Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik e.V. (DLR) innerhalb des Förderschwerpunktes "Innovationsstrategien jenseits traditionellen Managements" betreut.

Ansprechpartner
Ruth Holm
Telefon: 0911/462679-16
holm(a)ffw-nuernberg.de

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