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AmPuls - Betriebliche Arbeits- und Personalkonzepte zukunftsfähig gestalten - Herausforderungen des demografischen Wandels meistern

AmPuls - Betriebliche Arbeits- und Personalkonzepte zukunftsfähig gestalten - Herausforderungen des demografischen Wandels meistern

01.10.2005 - 31.12.2007
Status
Abgeschlossen
Ausgangslage

In Zukunft wird es weniger und im Schnitt ältere Menschen in Deutschland geben. Das hat Folgen für die Innovations- und Zukunftsfähigkeit der Unternehmen: sie werden die künftigen Herausforderungen mit älteren Belegschaften bewältigen müssen. Dies funktioniert jedoch nur, wenn sich die Betriebe gemeinsam mit ihren Betriebsräten und ihren Beschäftigten rechtzeitig darauf einstellen.

Die Abweichungen auf der Ebene von Branchen, vor allem aber auf der Ebene von Unternehmen sind erheblich. Es gilt also, die jeweils spezifische Ausgangslage zu erfassen und unter Berücksichtigung externer Anforderungen der Unternehmen und der vorhandenen Arbeitsbedingungen geeignete Maßnahmen für eine zukunftsorientierte Personal- und Arbeitspolitik zu entwickeln.

Projektziel

Das Projekt Am Puls unterstützte Unternehmen in ihrem Bestreben, zukunftsfähige Personal- und Arbeitskonzepte umzusetzen und dadurch diese Herausforderungen zu bewältigen. Passgenaue Angebote zur Beratung, Prozessbegleitung und betriebliche Qualifizierungsmaßnahmen halfen insbesondere, folgende Ziele zu verfolgen:

Analyse der Alterstruktur
Erforderliche Veränderungsprozesse auf der Basis einer Altersstrukturanalyse definieren, neue personalpolitische Leitbilder entwickeln und geeignete Maßnahmen einleiten.

Kompetenzförderung
Kompetenzen junger und älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter systematisch fördern und dadurch die betriebliche Innovationsfähigkeit erhalten.

Sicherung von Know-how
Das vorhandene Know-how sichern, die Potenziale der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter systematisch zur Steigerung der betrieblichen Leistungsfähigkeit fördern und nutzen.

Nachhaltige Gestaltung der Arbeit
Arbeit so gestalten, dass alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Tätigkeit bis zum Eintritt in das gesetzliche Rentenalter ausüben können, ohne vorzeitig aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden zu müssen.

Generationsübergreifende Zusammenarbeit
Stärken jüngerer und älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt nutzen und eine generationsübergreifende Zusammenarbeit im Unternehmen sichern

Projektgegenstand

In acht Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen wurden Analysen über die aktuellen und künftig zu erwartenden Alterstrukturen auf der Basis von Annahmen über die zukünftige Entwicklung des Unternehmens erstellt. Diese dient zur Früherkennung möglicher Personalprobleme. Neben dem zu erwartenden Ersatzbedarf werden dabei insbesondere die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Motivation, Kompetenz und Gesundheit) der Beschäftigten betrachtet.
Zentrale Orientierungen dabei sind die Innovations- und Leistungsfähigkeit auch mit älter werdenden Belegschaften sowie die Faktoren Gesundheit, Kompetenz und Motivation der Beschäftigten bis zum Eintritt In das gesetzliche Rentenalter.

In vier Unternehmen wurden größere Veränderungsprojekte angestoßen und durch bedarfsgerecht gestaltete Vorgehensweisen umgesetzt.

Qualifizierung angelernter Mitarbeiter/-innen zu Fachkräften mit anerkanntem Berufsabschluss
Ausgewählt wurden Arbeitsbereiche mit einem hohen Durchschnittsalter. Die Maßnahme dient dazu, das Qualifikationsniveau innerhalb einzelner Arbeitsbereiche deutlich zu erhöhen, Verkrustungen zu vermeiden und dadurch den gestiegenen Anforderungen hinsichtlich Kompetenzen und Einsatzflexibilität der Mitarbelter/-innen aktuell und künftig gerecht zu werden.

Gruppenarbeit und lernförderliche Arbeitsgestaltung
Ziel Ist die Einführung einer Arbeitsform, die eine stärkere Verantwortung dar jeweiligen Arbeitsteams für Ihren Produktionsprozess fördert und angereicherte sowie abwechslungsreich gestaltete Tätigkeiten beinhaltet. Dadurch wird insbesondere sichergestellt, dass das Arbeitsvermögen der Beschäftigten (Kompetenz, Gesundheit und Motivation) nachhaltig gesichert und weiterentwickelt wird.

Gestaltung von Arbeitssystemen
Ziel ist die Mitgestaltung eines Arbeitssystems, das eine deutliche Steigerung der Produktivität ermöglicht und gleichzeitig den wandelnden Anforderungen alternder Belegschaften Rechnung trägt. Wesentlich ist dabei, unterschiedliche Aspekte und ihre jeweils spezifischen Wechselwirkungen zu berücksichtigen: Technik, Arbeitsorganisation und Qualifikation. Gleichzeitig galt es, die Mitarbeiter/-innen in den unterschiedlichen Planungsphasen zu beteiligen sowie auf veränderte Aufgaben, Abläufe und Organisationsstrukturen vorzubereiten.

Erhöhung eines flexiblen Mitarbeitereinsatzes
Werden einfache (Routine-)Tätigkelten über einen langen Zeitraum ausgeübt, hat dies negative Folgen für die betriebliche Einsatzflexibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ändern sich nun die externen Verhältnisse (z. B. Marktdynamik, höhere Anforderungen an die Flexibilität), so ergeben sich heraus Reibungspunkte, die auf die betriebliche Leistungsfähigkeit durchschlagen. Ziel des Pilotprojektes war es, in einem Arbeitsbereich, der bislang durch einfache Tätigkeiten und ein sehr hohes Durchschnittsalter gekennzeichnet war, Instrumente zur Erhöhung der Einsatzflexibilität zu entwickeln und umzusetzen. Wesentliche Vorgehensweisen waren: Ausbildung von Lerncoaches, Einführung einer Qualifizierungsmatrix, Führungskraftentwicklung (Gruppenverantwortliche).

Publikationen

Hier erhalten Sie Einblick in einschlägige Praxisbeispiele aus unserer Arbeit in den letzten Jahren:

Veranstaltungen
Fachtagung * Zukunft meistern mit älter werdenden Belegschaften
Expertenworkshop * Zukunft meistern mit älter werdenden Belegschaften
Beteiligte

Neben der ffw GmbH Gesellschaft für Personal- und Organisationsentwicklung waren folgende Unternehmen beteiligt

  • Baumüller Nürnberg Elektronic GmbH & Co., Nürnberg
  • Demag Ergotech GmbH, Schwaig
  • Federal-Mogul Nürnberg GmbH, Nürnberg
  • MT Misslbeck Technologies AG, Ingolstadt
  • Richard Bergner Verbindungstechnik GmbH & Co. KG, Schwabach
  • Semikron Elektronik GmbH & Co. KG, Nürnberg
  • STAEDTLER Mars GmbH & Co. KG, Nürnberg
  • Universa Versicherungen, Nürnberg
Finanzierung

Das Projekt wurde aus Mitteln des Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, und der Europäischen Union im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative EQUAL gefördert.

Ansprechpartner
Wolfgang Anlauft
Telefon: 0911/462679-0
anlauft(a)ffw-nuernberg.de

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