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Geplante Veranstaltungen

Der gordische Knoten gelöst?

Individuelle Lösungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Praxis!
21.06.10
Beschreibung

"Der gordische Knoten gelöst? Individuelle Lösungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Praxis!"

Nachlese zum 8. Seminar der profutura – Reihe
"Demographischer Wandel – Chancen und Lösungen" am 21. Juni 2010

Leistungs- und Innovationsfähigkeit der Unternehmen setzt motivierte und leistungsstarke Beschäftigte voraus. Das ist kein Selbstläufer, sondern erfordert auch gute Arbeitsbedingungen. Insbesondere die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zählt hierbei zu den Voraussetzungen, die sich viele Beschäftigte von einem modernen Arbeitgeber wünschen. Es handelt sich dabei um ein weites Feld: Kinder zu erziehen und gleichzeitig berufstätig sein zu können ist insbesondere für junge Eltern wichtig; und für immer mehr Beschäftigte steht die Organisation der Pflege von Familienangehörigen auf der Tagesordnung. Beides bindet Aufmerksamkeit und Ressourcen. Wenn Arbeitgeber ihre Beschäftigten dabei wirksam unterstützen, sind die Effekte deutlich spürbar, z.B. weniger Ausfälle durch Krankheit oder auch höhere Loyalität der Beschäftigten zum Unternehmen. Es spart den Unternehmen Zeit und Geld, wenn auf diese Weise Leistungsträger gehalten werden können.

21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unterschiedlichen Unternehmen und Einrichtungen nahmen am letzten Seminar der Veranstaltungsreihe im Rahmen des Projektes profutura teil. Referentin der ersten Tageshälfte war Frau Martina Arnold, Beraterin und Auditorin "berufundfamilie®", Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung.

Ziel des Seminars war es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über das Thema der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu informieren und anhand betrieblicher Erfolgsbeispiele Anregungen für die Arbeit im eigenen Unternehmen zu entwickeln. Wie der Titel allerdings bereits andeutet, geht es dabei nicht um die Übertragung von Blaupausen von einem zum anderen Unternehmen. Vielmehr müssen, anknüpfend an den bereits vorhandenen Rahmenbedingungen, die je unternehmenseigenen Ansatzpunkte und Lösungen identifiziert werden.

Das Seminar startete mit einem Input von Frau Arnold. Sie informierte über die Bedeutung, die Reichweite und das Vorgehen beim bundesweiten Audit "berufundfamilie®" der Hertie-Stiftung. Flexible Maßnahmen bei der Arbeitszeit, Arbeitsorganisation und dem Arbeitsort sind weithin bekannt, die Handlungsfelder sind jedoch weitaus vielfältiger.
Präsentation als Download von Martina Arnold (bitte anklicken)
Beraterin und Auditorin für das "Audit berufundfamilie ®"

Im Abschluss daran arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kleingruppen an den möglichen Handlungsfeldern ihres eigenen Unternehmens und stellten die Ergebnisse im Plenum vor.

Ging es am Vormittag eher darum, das Themenfeld "Beruf und Familie" in seiner Vielfalt dazustellen, so standen am Nachmittag konkrete Praxisbeispiele aus Unternehmen im Mittelpunkt. Den Anfang machte hierbei Herr Löchte, Personalleiter der Huk Coburg. In seiner Projektvorstellung zum Thema „Führen in reduzierter Vollzeit“ wurde deutlich, wie innovative Unternehmen mit fundierter Analyse, sorgfältiger Planung und nicht zuletzt auch einer gehörigen Portion Mut auch "heikle" Traditionen, wie z.B. den Leitsatz "Führung ist unteilbar", konstruktiv in Frage stellen und daraus neue Lösungen entwickeln können. Und das  Projekt zeigt auch, dass "Work – Life" eben nicht nur eine Frage der Struktur und Organisation ist, sondern vor allem auch der Unternehmenskultur.

Als eines der Vorreiterunternehmen beim Thema "Beruf und Familie" kann in der Metropolregion  durchaus die DATEV gesehen werden. Frau Lazai, dort zuständig für die Aktivitäten rund um dieses Themenfeld, schilderte sehr anschaulich den Weg und die Entwicklung der Bedeutung dieses Themas bei der DATEV. Zudem forderte sie die teilnehmenden Unternehmen auf, der Herausforderung „Demographischer Wandel“ gemeinsam zu begegnen und z.B. mit Kooperationspartnern Angebote zu entwickeln, die ein einzelnes Unternehmen nicht leisten kann. Als Beispiel sei hierzu das Projekt  "Koomiki" zur Kinder- und Ferienbetreuung genannt, welches durch die Initiative 10 kooperierender Unternehmen betrieben wird. Auch die Themen "Angebote für Väter", "Beratung junger Familien" und "Gesundheitsmanagement" spielen bei der Datev eine große Rolle.
Präsentation als Download von Claudia Lazai (bitte anklicken)
Personalservice, Datev eG

"Mitarbeiter- und Familienbetreuung bei Brose" hieß das nächste Thema. Das Unternehmen, das auch schon durch die "Brose Arbeitswelt" und die Anzeigenkampagne "Senioren gesucht" Schlagzeilen gemacht hatte, wurde hierbei von Herrn Seemann vertreten. Hier steht die Unterstützung bei der Kinderbetreuung sowie bei der Pflege von Angehörigen im Mittelpunkt des Programms. Der Nachmittagstreff, Krippenplätze auf Zeit, der Ferienclub und die Kinder- und Jugendakademie führen dabei nicht nur zu motivationalen und ökonomischen Vorteilen, sondern fördern sicher auch das Image von BROSE als einer der Top – Arbeitgeber in der Region Oberfranken.

Abschließend präsentierten Herr Zirlik und Frau Lazai in Vertretung von Herrn Dr. Bolsinger / Stadt Nürnberg - Amt für Wirtschaft, die Aktivitäten und Angebote im Rahmen des Projekts "familienfreundlichste Wirtschaftsregion". Hier hat man erkannt, dass der Wettbewerbsfaktor Familienfreundlichkeit über die Aktivitäten einzelner Unternehmen hinaus auch Vernetzung, ausgebildete Multiplikatoren und auch eine familienfreundliche Infrastruktur nötig macht. Mit Schulungs-, Vortrags- und Beratungsangeboten, Befragungen, Wettbewerben usw. befindet sich die europäische Metropolregion Nürnberg seit 2009 unter der Dachmarke "familienfreundlichste Wirtschaftsregion" auf einem erfolgreichen Weg. Da gerade mittelständische Unternehmen 2010 im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen, bereichern diese Angebote auch das 8. und damit letzte Seminar unserer Reihe "profutura".
Präsentation als Download von Dr. Harald Bolsinger (bitte anklicken)
Stadt Nürnberg - Amt für Wirtschaft

Impressionen aus der Veranstaltung

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